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5. Juni 2019

Internationale Fachgesellschaften einigen sich auf Prinzipien zur Behandlung von differenziertem Schilddrüsenkrebs

Gemeinsames wissenschaftliches Paper liefert klinische Richtlinien und Forschungswege für die Verbesserung der Patientenversorgung

Vertreter von vier internationalen medizinischen Fachgesellschaften trafen sich 2018, um klinische und wissenschaftliche Kontroversen in ihren Fachgebieten beizulegen. Dabei ging es um die Behandlung des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (DTC). Auf einem Gipfeltreffen kamen 18 klinische Experten und Forscher zusammen, die die unterschiedlichen Gruppen vertraten. Teilnehmende Organisationen waren die European Association of Nuclear Medicine (EANM), die European Thyroid Association (ETA), die Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (SNMMI) und die American Thyroid Association (ATA). Ein aktuell in der medizinischen Fachzeitschrift Thyroidveröffentlichter wissenschaftlicher Aufsatz schlägt neun Prinzipien vor, die bei diesem Treffen entwickelt wurden (1).

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19 März, 2019

Nuklearmedizin: Neues Verfahren verbessert Bekämpfung häufiger Krebsarten

(Wien, 19. März 2019) Beim Kampf gegen Krebs ist eine frühzeitige und genaue Diagnose entscheidend. Eine neue Methode der nuklearmedizinischen Bildgebung im Bereich der Positronen-Emissionstomographie (PET) ermöglicht eine exaktere Diagnose verbreiteter Karzinome wie Brust-, Darm-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zudem erlaubt das neue Bildgebungsverfahren, die Behandlung des Tumors entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten anzupassen. “Wir zielen auf ein bestimmtes Enzym, das sich auf der Membran von Zellen befindet, die sehr häufig bei weitverbreiteten Krebsarten auftreten. Dadurch haben wir die Chance, bessere Ergebnisse als mit den bisherigen Methoden zu erzielen”, sagt Professor Uwe Haberkorn, Experte der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin / European Association of Nuclear Medicine (EANM).

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14. Dezember 2018

Studie beteiligt Patienten an der Entwicklung nuklearmedizinischer Behandlungsverfahren

(Wien, 14. Dezember 2018) In ihrer Deklaration von Alma-Ata (September 1978) erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass die Menschen das Recht und die Pflicht haben, sich einzeln und gemeinsam an der Planung und Umsetzung ihrer Gesundheitsversorgung zu beteiligen. Gemeint ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Angehörigen der Gesundheitsberufe, den Patienten und der Öffentlichkeit. Daraus ergeben sich unmittelbar zwei unterschiedliche Perspektiven – auf Seiten der medizinischen Experten steht das Ziel, ihre Prognosen zu präzisieren, während es auf Seiten der Patienten um ein praktisches Verstehen ihrer Erkrankungen und Bedürfnisse geht. In der Nuklearmedizin ist die Teilhabe von Patienten bislang eher selten.

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21. August 2018

Verbesserter Strahlenschutz in der Nuklearmedizin

(Wien, 21. August 2018) Nuklearmedizinische Methoden spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnose zahlreicher Krankheiten und der Behandlung diverser Krebsar- ten. Da die Nuklearmedizin auf der Verwendung radioaktiv markierter Substanzen be- ruht, sind die Patienten einem gewissen Maß an radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Zwar sind die Dosen niedrig und gegen den hohen diagnostischen und therapeuti- schen Nutzen abzuwägen. Gleichwohl ist die Verbesserung des Strahlenschutzes ein Kernanliegen der European Association of Nuclear Medicine (EANM). „Die EANM hat sich nun mit wissenschaftlichen Organisationen benachbarter Disziplinen zusammen- geschlossen, um Risikoabschätzungen zu präzisieren und innovative Forschungen in Gang zu setzen, die die Grundlage für verbesserte Strahlenschutzmaßnahmen liefern werden. Sowohl Patienten als auch Mitarbeiter werden von diesen Anstrengungen beträchtlich profitieren“, sagt EANM-Experte Prof. Klaus Bacher.

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19. April 2018

Alzheimer-Patienten profitieren von früher Diagnosestellung

Nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren machen Erkrankung sichtbar bevor Symptome einsetzen

(Wien, 19. April 2018) Ob ein Mensch an Alzheimer erkrankt ist, lässt sich schon lange bevor die Symptome einsetzen feststellen. Möglich macht dies die Positronen-Emissionstomographie (PET), mit der sogenannte Plaques im Gehirn sichtbar gemacht werden. Forscher haben nun untersucht, ob eine solche Diagnose dem Patienten wirklich nützt oder ihn nicht eher belastet. Denn heilbar ist Alzheimer nach wie vor nicht. Erste Ergebnisse zeigen aber, dass PET-Diagnosen bei 65% der Patienten zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung und Beratung beitrugen. “Alzheimer-Patienten profitieren eindeutig von nuklearmerdizinischer Bildgebung”, sagt Dr. Valentina Garibotto, Expertin der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin/ European Association of Nuclear Medicine (EANM).

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16. Oktober 2017

Weltrückentag 2017 (World Spine Day): Nukleare Bildgebung identifiziert die Schmerzursachen

(Wien, 16. Oktober 2017) Lendenschmerzen sind eine Erkrankung, die sich immer weiter ausbreitet. Bei vielen Patienten wird sie chronisch und führt zu gravierenden körperlichen und psychischen Beschwerden. Darüber hinaus bedeuten Rückenschmerzen eine enorme wirtschaftliche Belastung, denn sie gehören weltweit zu den Hauptursachen für Krankschreibungen. Bei bis zu 80% der Patienten sind die Rückenschmerzen unspezifisch, also ohne identifizierbare Ursache. “In bestimmten Fällen können aber bildgebende Verfahren wie SPECT/CT den Weg zu einer wirksamen Behandlung öffnen“, sagt Prof. Dr. Willm Uwe Kampen, Experte der European Association of Nuclear Medicine (EANM) anlässlich des Weltrückentages 2017.

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10. Mai 2017

Comicfiguren helfen Kindern bei nuklearmedizinischen Untersuchungen

(Wien, 10. Mai, 2017) Nuklearmedizinische Untersuchungen können für die Patienten belastend sein – vor allem für Kinder. Aber Sunny das Isotop, Tim der Tracer und Rob der Rezeptor helfen Ängste abzubauen. Entworfen hat diese Comicfiguren Ronald van Rheenen, Experte der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin/European Association of Nuclear Medicine (EANM). Das “Visual Education Project”, in dem diese Figuren entstanden, bietet Kinderpatienten altersgerechte Informationen zu bildgebenden Untersuchungen. Sie machen die Verhaltensregeln für die Vorbereitung leicht verständlich und verleihen dem ganzen Ablauf einen Hauch von Spaß und Abenteuer.

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21. März 2017

Bildgebung in der Nuklearmedizin hilft, unnötige Herzkatheteruntersuchungen zu vermeiden

(Wien, 21 März 2017) Herzkatheteruntersuchungen sind für die Abklärung möglicher Erkrankungen der Herzkranzgefäße oft unnötig und durch funktionale Herz-Bildgebungsverfahren ersetzbar. Das zeigt eine großangelegte Studie, die kürzlich in Großbritannien durchgeführt wurde. „Funktionale Herz-Bildgebung ist risikoärmer und kostengünstiger und liefert dabei genaue und zuverlässige Ergebnisse. Sie bietet einen guten diagnostischen Ausgangspunkt, der als „Pförtner“ für die Angiographie dienen sollte”, sagt Prof. Riemer H.J.A. Slart, Herz-Kreislauf-Experte der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (European Association of Nuclear Medicine / EANM).

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13. Dezember 2016

Prostatakrebs: Nuklearmedizinische Therapie identifiziert und zerstört den Tumor

(Wien, 13. Dezember 2016) Prostatakrebs-Patienten mit einer Resistenz gegen Hormonbehandlungen hatten bislang eine schlechte Prognose, denn die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten waren begrenzt. Jetzt aber eröffnen innovative Entwicklungen in der nuklearmedizinischen Bildgebung und Therapie vielversprechende Wege. Neuartige Substanzen, die im Rahmen von PET/CT (Positronen-Emissionstomographie kombiniert mit Computertomographie) eingesetzt werden, verbessern nicht nur die Diagnose, sondern bieten auch dort noch Behandlungsmöglichkeiten, wo andere Therapien gescheitert sind. „Das ist ein Hoffnungsstrahl für Patienten, die an dieser besonders schweren Form des Prostatakrebses leiden”, sagt EANM-Experte Prof. Markus Luster.

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6. September 2016

Herzerkrankungen: Strahlendosis bei nuklearer Untersuchung wird minimiert – Nutzwert bleibt erhalten

(Wien, 6.9.2016) Die Herz-Szintigraphie spielt eine entscheidende Rolle bei der Beurtei- lung von Patienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris, Herz- infarkt). Allerdings sind die Patienten hier höheren Strahlungsdosen ausgesetzt als bei anderen bildgebenden Verfahren. Neue Detektor-Systeme (CZT-Kameras) erlauben jetzt eine starke Absenkung der mit der Herz-Szintigraphie verbundenen Strahlungs- mengen. “Mit diesen neuen Systemen können wir den Kardiologen entscheidende In- formationen zu den Gefäßen liefern, die das Herz mit Blut versorgen und zugleich die Strahlungsdosis für die Patienten minimieren”, sagt Dr. Fabien Hyafil, Experte der Eu- ropäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM).

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26. Juli 2016

Alzheimer: Neue Bildgebungstechnik ermöglicht frühe Erkennung von zerstörerischen Ablagerungen

(Wien, 26. Juli 2016) Neue nukleare Bildgebungsverfahren helfen, ein Schlüsselele- ment der Alzheimer-Krankheit viel früher und zielgenauer aufzuspüren als bisher. Kürzlich entwickelte Tracer (Spürsubstanzen), die in der Positronen-Emissions- tomographie (PET) eingesetzt werden, machen Tau-Fibrillen im Gehirn sichtbar. Erst- mals lassen sich diese Ablagerungen, die schwere neuronale Fehlfunktionen verursa- chen, in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten „live“ feststellen und untersuchen – und zwar lange bevor geistige Einschränkungen sich bemerkbar machen. „Dies ist ein wichtiger Schritt zu unserem Ziel, wirksame Medikamente für die Bekämpfung und Heilung von Alzheimer zu entwickeln”, sagt Dr. Silvia Morbelli, Expertin der Europäi- schen Gesellschaft für Nuklearmedizin (European Association of Nuclear Medicine / EANM).

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